Drupal 9 Upgrade: Vorteile des neuen Open-Source CMS

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Fast fünf Jahre nach der Veröffentlichung von Drupal 8 stellt das beliebte Open-Source Content Management System mit Drupal 9 eine neue Version zur Verfügung. Als Stuttgarter Drupal-Agentur hat sich .FUF etwas genauer mit dem Release auseinandergesetzt und klärt, was es für Websitebetreiber bei dem Upgrade zu beachten gilt.

Es gibt mal wieder ein neues Upgrade im Hause Drupal zu vermelden - seit rund einem Monat steht mit Drupal 9 die neueste Version des Enterprise CMS zur Verwendung bereit. Dabei scheint auf dem ersten Blick der Sprung von der Vorgängerversion eher einem größerem Update, als einer Rundumerneuerung gleich zu kommen.
 
Als Internetagentur mit Fokus auf Web- und Appentwicklung haben wir von .FUF bereits zahlreiche Webprojekte erfolgreich in Drupal umgesetzt und wissen um die Stärken des CMS. Doch gerade Versions-Upgrades erfordern häufig ein hohes Maß an technischen und organisatorischen Skills, um die Anforderungen eines neuen Codes in Einklang mit bestehenden Funktionen und Inhalten einer Website zu bringen. 
 
Anders jedoch als beim Upgrade von Drupal 7 auf 8, sorgt der Release der neuesten Version für weitaus weniger Kopfschmerzen. Doch warum lässt sich Drupal 9 verhältnismäßig einfach übernehmen? Was gibt es beim Update-Prozess zu beachten? Und welche Vorteile hat die neunte Version des Open-Source Websystems im Vergleich zu dessen Vorgängern?

Drupal 9 - Wieso kommt das Upgrade?

Die Frage nach der Notwendigkeit eines Uprades auf Drupal 9 lässt sich schnell beantworten: Im November 2021 stellt Drupal den Support für die Vorgänger Versionen 7 und 8 ein. Zwar werden für beide Versionen kostenpflichtige Extended Lifetime Support (ELTS) Versionen zur Verfügung gestellt, diese werden jedoch voraussichtlich die Einhaltung der Sicherheitsstandards nur noch bis zum Jahr 2024 garantieren.
 
Dass auch das verhältnismäßig junge Drupal 8 auf diesen Langzeitsupport zurückgreifen muss, liegt vor allem an dessen ausschließlichen Kompatibilität mit Symfony 3. Auch für das Webframework läuft der Support Ende kommenden Jahres aus. Ein Update auf Drupal 9, was zukünftigs Symfony 4 unterstützt, ist somit zwingend erforderlich, sollte jedoch Websitebetreiber keine allzu großen Sorgen bereiten. 
 
Aber warum ist das so? Weil der Schritt von Drupal 8 auf 9 eher einem CMS-Update, als einem großen und aufwendigen Upgrade gleichkommt.
 

Entwickelt als besseres Drupal 8

Anders als Drupal 8, basiert die neue Version des Content Management System auf dessen Vorgänger. Drupal 9 kommt ohne einem gänzlich neuen Code, da es vollständig in Drupal 8 erstellt wurde. So ist beim Upgrade eine Websitemigration nicht notwendig - die Änderungen betreffen dagegen eher die Drupal API, also das interne System, während gleichzeitig der Code von Altlasten befreit wird.
 
So werden die veralteten Libraries wie jQuery UI ersetzt und die Mindestanforderungen an die Skriptsprache PHP auf die Version 7.3 hochgeschraubt. Websites die stetig die neuesten Update-Versionen der 8er-Reihe durchgeführt haben, werden hier auf kaum Probleme stoßen. Läuft das CMS noch auf Drupal 8.8, so bedarf es beispielsweise lediglich einer Aktualisierung der Schnittstellen von Drittanbietern - deren Module müssen auf dem neuesten Stand sein - um das Upgrade auf Drupal 9 durchzuführen. 

Was ändert sich für User und Websites?

Wie bereits angedeutet, bietet Drupal 9 eine nahezu identische Nutzererfahrung wie der Vorgänger. Das Update dient vor allem dazu, den Code auf dem neuesten Stand zu halten und das Open-Source CMS zukunftsfähig und sicher zu gestalten. Das Thema Langfristigkeit spielt auch bei der Nutzung von Drittanbieter-Modulen eine Rolle, damit das Websystem diese auch weiterhin leistungsfähig unterstützen kann. 
 
Mit Sprung von Drupal 8 auf 9 wurden somit gezielte Optimierungsmaßnahmen angegangen, was in diesem Fall den Prozess des Upgrades enorm vereinfacht und dieser zielführend umgesetzt werden kann. Während für Websites auf Drupal 8 die notwendige Umstellung also nahezu keine Probleme bereitet, stehen Websitebetreiber mit Drupal 7 einer wichtigen Entscheidung gegenüber.

ELTS mit Drupal 7 oder Upgrade auf Drupal 9?

Zwar muss langfristig ein Update auf Drupal 9 erfolgen, doch anders als dessen Vorgängerversion fällt hier der Aufwand für Drupal-7-Websites weitaus größer aus. Das Upgrade erfordert einen gänzlichen Umbau des Front- und Backends. Zudem muss ein neuer Code vollständig integriert und der bestehende Content der Website migriert werden. 
 
Wer diesen Arbeits- und Kostenaufwendigen Prozess kurzfristig vermeiden möchte, sollte sich zunächst für den kostenpflichtigen Langzeitsupport ELTS entscheiden. Dieser schafft durch eine Laufzeit bis 2024 einen gewissen Puffer, so dass die mit dem Upgrade verbundenden Aufwände strategisch eingeplant werden können.
 
 

Internetagentur .FUF und das Enterprise CMS Drupal

Bereits seit mehreren Jahren setzt die Stuttgarter Digitalagentur Frank und Freunde in zahlreichen Projekten auf das Content Management System Drupal. Mit den Websites der Robert Bosch Stiftung (inkl. Microsites), BioRegio STERN, MADER sowie der Agentureigenen App BitBucks (um nur einige zu nennen) konnte .FUF die Vorzüge des Enterprise CMS in Sachen Individualität, Mehrsprachigkeit und Flexibilität kundenorientiert einsetzen.
 
Mit der Erfahrung aus vergangenen Webprojekten steht man als Drupal-Agentur sowohl bestehenden als auch zukünftigen Kunden stets beratend zur Seite. Unser Ziel ist eine nachhaltige und moderne Webentwicklung vorzuleben - und dazu gehören eben auch relevante Updates durchzuführen, wie jenes auf Drupal 9.
 
Mehr Infos zur Funktionsweise von Drupal gibt es in unserer Videoreihe auf unserem .FUF Youtube-Kanal!